Gegründet wurde das Projekt 2019 von engagierten Frauen aus der lokalen Gemeinschaft. Seitdem hat sich die Initiative stark entwickelt: Statt ursprünglich etwa 150 Kindern erhalten heute regelmäßig 300 bis 400 Kinder sonntags eine warme Mahlzeit.
Ziel der Initiative ist es, die Kinder künftig nicht nur sonntags, sondern auch mittwochs zu versorgen, zum Beispiel mit einem Porridge-Frühstück vor der Schule, damit sie gestärkt in den Tag starten können.
Für viele dieser Kinder ist das Essen der SoupKitchen die einzige warme Mahlzeit der Woche. Wenn sie zur Essensausgabe kommen, bringen sie häufig einfache Gefäße von zu Hause mit – nicht selten alte Margarine-Schachteln oder andere improvisierte Behälter, weil geeignete Schüsseln oder Dosen fehlen. Die Kinder stehen dann geduldig in der Schlange und warten mit ihren kleinen Behältern in den Händen auf eine Portion warmes Essen – und wenn genügend Spenden eingegangen sind, gibt es noch einen Apfel und verdünnte Limonade dazu.
Leider reicht das Essen nicht immer für alle Kinder. Immer wieder kommt es vor, dass einige von ihnen wieder nach Hause gehen müssen, weil die vorbereiteten Mahlzeiten aufgebraucht sind.
Neben der Essensausgabe werden die Kinder betreut, erhalten Unterstützung bei den Hausaufgaben und finden einen geschützten Ort, an dem sie Aufmerksamkeit, Zuwendung und Gemeinschaft erleben. Darüber hinaus stellt die Initiative pädagogische Materialien bereit und organisiert Aufklärungsveranstaltungen zu Themen wie Sicherheit und Schutz vor Missbrauch, um die Kinder zu stärken und ihnen Perspektiven zu geben. Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf der Arbeit mit Jungen und jungen Männern: In Gesprächen wird für einen verantwortungsvollen Umgang miteinander sensibilisiert, vor Alkoholmissbrauch gewarnt und dafür geworben, Frauen respektvoll und gewaltfrei zu begegnen.